Dienstag, 21. November 2017

DIY-Anleitung: Hundespielzeug aus Textilgarn selbstgemacht

Hunde lieben Beißknoten und ähnliche Dinge zum Zerkauen und Herumfetzen, wie wir bereits festgestellt haben. Am liebsten benutzt unser Welpe dazu die Socken, die ich an den Füßen trage. Aber das ist mit diesen spitzen Zähnchen mittlerweile etwas schmerzhaft und meine Socken bekommen Löcher. Also brauchen wir ausreichend viele Alternativen. Die Beißknoten im Tierladen erschienen uns ziemlich überdimensioniert (manche davon größer als unser Hund) und ich dachte mir, da kann ich doch selber was zusammenbasteln.
Man braucht für die einfache Variante lediglich 4 Stücke Textilgarn mit je 1 Meter Länge.

Falls ihr es selber probieren möchtet (geht superschnell und ist daher auch ein nettes Mitbringsel für Hundebesitzer oder falls ihr einen Hundeadventskalender - jahaaa, das gibt es - selber füllen wollt und noch Ideen braucht...), hier eine kleine Anleitung.


1. Die 4 Fäden verknoten. (Das 1. Bild zeigt bereits, wie es nach dem ersten "Rundgang" aussieht, also nicht verwirren lassen.)
2. Es wird pro Knoten einmal im Kreis herum gearbeitet. Zuerst den linken über den oberen Faden legen. Dabei entsteht eine Schlaufe aus dem ersten Faden, die man festhält.
3. Den oberen Faden herunterklappen und über den rechten Faden legen.
4. Den rechten Faden ober den unteren Faden legen.
5. Den unteren Faden durch die Schlaufe von Bild 2 fädeln.
6. Alle 4 Fäden festziehen und 1-6 solange wiederholen, bis die gewünschte Länge erreicht ist. zum Schluß die Fäden alle verknoten und die Enden einkürzen.

Für die dickere Variante habe ich 8 Stücke Textilgarn verwendet und immer mit 2en davon auf einmal geflochten.

Cookie liebt sein neues Spielzeug!


Dienstag, 14. November 2017

Adventskalender aus altem Holzschlitten

Nun darf ich Euch einen Adventskalender zeigen, an dem ich bereits im Sommer etwas gewerkelt habe. Als "Gerüst" dient ein alter Holzschlitten, den mein Neffe als Kind gefahren hat und welchen ich nun als Holzschlittenregal umgebaut habe.

Meinen Mann habe ich überredet, hinten an der Sitzfläche etwas abzusägen, damit der Schlitten gerade steht.



Dann wurden zwei Holzplatten als Regalbretter passend zugesägt. Ich habe sie extra nicht festgeschraubt, sondern nur aufgelegt, damit man den Schlitten auch normal stehend als winterliche Deko weiternutzen kann.

Anschließend habe ich alles zweifach mit einer Gel-Lasur angepinselt.


Die Adventskalenderzahlen bilden mit der BigShot ausgestanzte Schneeflocken, weil sie gut zum Geschenkpapier passen und befestigt hab ich sie mit meinem geliebten Maskingtape.

Dienstag, 7. November 2017

genäht: ein Hundekörbchen für den Familienzuwachs

Vor ein paar Wochen ist bei uns nach monatelangen Diskussionen (ihr könnt Euch sicher vorstellen, welche Familienmitglieder dafür und welche zuerst dagegen waren...) ein Havaneser Welpe eingezogen! Er hält uns ziemlich auf Trab und ist dabei soooooo niedlich. Wir sind seinem Welpencharme hoffnungslos erlegen. Darf ich vorstellen? Cookie!

Zuerst musste natürlich ein kleines Körbchen her, worin er schlafen und kuscheln kann. Der erste Weg führte uns in den Haustierfachhandel. Da standen wir dann vor riesigen, extrem teuren Teilen, die zudem noch potthässlich waren. Also - selbermachen! Stoff ist ja schließlich genug vorhanden.

Ich habe im Internet diverse Nähanleitungen entdeckt und mich an einer sogar grob orientiert, wenn auch in etwas anderer Ausführung, mir aber dummerweise den Link nicht gespeichert. Ich habe mir überlegt, wie groß der Durchmesser sein soll (40 cm) und entsprechend dann ausgerechnet, wie lang die Seitenteile für die Umrandung sein müssen. Mein Boden ist ungefüllt, da ich extra Kissen genäht habe.

Die Umrandung und Kissen habe ich mit waschbarer Füllwatte ausgestopft. Da benutze ich gern die Kissenfüllungen vom Möbelschweden, weil unschlagbar günstig und eben waschbar. Somit haben wir ein Wechselkissen zum Waschen und im Notfall kann der komplette Hundekorb in die Waschmaschine.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Selbstgemacht: Partnerbörse für einsame Socken

Ich gehe davon aus, dass jeder von Euch dem gleichen rätselhaften Phänomen beim Sortieren der Wäsche begegnet. Wir tragen grundsätzlich zwei zusammengehörige Socken, werfen sie paarweise in Waschmaschine und Trockner, und heraus kommen einsame Singlesocken... Ich hab keine Ahnung, was da falsch läuft und werde es wohl auch nicht mehr herausfinden.
Also habe ich mir für meine Waschküchentüre eine Singlebörse gebastelt. Nun hängen die Übriggebliebenen dekorativ an Holzwäscheklammern und warten geduldig auf das Auftauchen des Partners. Es ist wirklich praktisch und außerdem muss ich jedesmal grinsen, wenn ich es sehe. Dafür hab ich in der Waschküche sonst eher selten einen Grund - folglich ideal gelöst! ;-)

Den Schriftzug hab ich mit dem Plotter aus Acrylfolie geschnitten, Maskingtape mit Wimpelmotiv aufgeklebt und die Holzwäscheklammern hab ich nur mit Heißkleber angebracht. Hält ausreichend!

Dienstag, 19. September 2017

Buchtipp: Französisch Backen von Aurélie Bastian

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, das nun schon seit einigen Monaten mein absoluter Liebling im Küchenregal ist.

Titel: Französisch Backen
Autor: Aurélie Bastian
ISBN: 978-3-517-09533-2
Verlag: Südwest *
Klappentext:

Backen wie Gott in Frankreich
Für typisch französisches Gebäck muss man acht Stunden in der Küche stehen? Nicht mit dem neuen Backbuch von Aurélie Bastian! Sie erklärt, wie man mit wenig Aufwand und nur wenigen Zutaten authentische und köstliche Klassiker zaubert. Brioche, Croissant und Baguette werden ebenso leicht verständlich erklärt wie Kuchen, Torten und Kleingebäck, zum Beispiel Madeleines und Frangipane (Marzipancreme). Außerdem gibt es ein Kapitel mit Tipps, Tricks und typischen Backproblemen wie "Warum fallen meine Windbeutel immer zusammen?" oder "Wie gelingt mir ein hauchdünner Crêpe?". Fanzösisch backen war noch nie so einfach!

Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick von Macarons - die grundsätzlich enorm fotogen sind - immer schwach werde! Aurélie Bastian war mir aufgrund eben dieser Macarons schon länger ein Begriff. Sie gibt dafür auch Backkurse.... wenn die nur nicht so weit weg von mir wären *schmacht*.

Nun aber zum Buch... zu jedem Rezept finden sich ein ansprechendes Foto und persönliche Worte der Autorin, was das Lesen und Schmökern absolut sympathisch macht. Es finden sich sowohl pikante als auch süße Rezepte.

Ganz begeistert bin ich von den Èpis mit Dinkel, die ich schon öfter nachgebacken habe.

Wie man die Teigrollen einschneiden und falten muss, habe ich zugegebenermaßen nicht sofort kapiert. Ein Video auf der Seite von Aurélie brachte mir die Erleuchtung.


Ich bin auch ein großer Fan von Baiser. Leider wurden meine Versuche bislang nicht so toll wie die Zuckerwolken beim Konditor. Auch hier konnte mir die Meisterin in ihrem Buch weiterhelfen. Ich kam gar nicht auf die Idee, dass die Eiweißmasse korrekt temperiert werden muss! Also hab ich mein Zuckerthermometer ausgepackt...

Et voilà! Meine "Meringues et Fontainebleau" schmeckten grandios! Pure Sünde!
* Vielen Dank an den Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine persönliche Meinung dazu wurde dadurch nicht beeinflusst.

Freitag, 15. September 2017

Zurück nach einem schweren Abschied

Mein Blog hat in den letzten Wochen (ich hoffe, der ein oder andere hat mich ein wenig vermisst) eine unangekündigte Sommerpause eingelegt. Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich an dieser Stelle weitermache und ob ich dazu etwas schreibe. Mir erscheint es momentan nicht richtig, einfach zur normalen "kreativen Tagesordnung" überzugehen, obwohl man im Blog ja eigentlich nur die schönen Seiten des Lebens lesen möchte. Aber auch die weniger schönen Seiten gehören dazu.

Wir mussten uns Ende Juli nach vielen Wochen des Bangens und der Ungewissheit von unserem Überraschungsbaby, auf das wir uns wahnsinnig gefreut haben, verabschieden. Es war leider sehr krank und ist in der 17. Schwangerschaftswoche gestorben. Es folgte eine sogenannte "stille Geburt". Auf diesen Abschied habe ich mich auf meine Art vorbereitet, indem ich Einschlagdeckchen mit Kapuze genäht habe.
Schön weich mit Fleece gefüttert. Zum Zubinden habe ich Blüten mit Blättern gehäkelt. In den Klinikunterlagen fand ich damals nämlich folgenden Spruch, der mich sehr berührt hat und habe somit das Thema "kleines Blatt" aufgegriffen.
Da ich nicht genau wusste, welche Größe ich benötige, habe ich 3 verschiedene genäht. Eine Anleitung zum Nähen für Sternenkinder habe ich bei Frau Stoffschloss gefunden, danke dafür.

Ende August durften wir dann in Bulgarien noch Sonne und Kraft tanken.
Jetzt nach Schulbeginn hat uns der Alltag wieder und ich starte so langsam wieder mit der Bastelei. Ihr werdet also hoffentlich wieder regelmäßig von mir hören und lesen!

Dienstag, 4. Juli 2017

genäht: eine Sew-together-Bag

Es gab in der Nähwelt vor geraumer Zeit einen Megahype um diese Sew-together-Bag. Genäht wird sie nach einem englischen Schnitt/ Ebook. Ein deutscher Blog hat netterweise eine genaue Nähanleitung auf Deutsch veröffentlicht und ich hab schon zig Varianten dieser Tasche bestaunt. Aktuell gab es sie wieder in meinem Lieblingsforum zu sehen, weswegen ich doch jetzt mal meine Fotos herauskramen musste, die ich schon beinahe vergessen hätte.
Ich habe mich lange Zeit nicht rangetraut mit all den Reißverschlüssen usw. Eines Tages beim Kreativtag haben wir es einfach probiert und es hat durchaus geklappt. Schaut Euch bloß mal all die Teile an, die da nach und nach zusammengepuzzelt werden...

Ok, zugegebenermaßen erschien mir der Packen Stoff am Ende etwas krumm und bucklig und das Binding am oberen Rand ist nicht so hundertprozentig akkurat angenäht, aber im Großen und Ganzen - passt! Die Stoffe find ich toll und die farblich abgestimmten Reißverschlüsse mit passendem Zipper extrem cool, aber dennoch hat sie mich jetzt einfach nicht vom Hocker geworfen und liegt seither unbenutzt herum. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich eines Tages genau für diese Tasche die perfekte Verwendung haben werde.

Dienstag, 6. Juni 2017

genäht: Luis der Türstopper-Wal

Ich brauchte dringend für meine Küchentüre einen etwas größeren Türstopper. Im Grunde musste es eine Maßanfertigung sein, deswegen kam etwas "von der Stange" für diese Stelle nie in Frage. Irgendwie habe ich mir dann einen Wal in den Kopf gesetzt, den ich aus recycelten Jeans nähen wollte.
Im ersten Moment klang es furchtbar einfach: "Ich näh einen Wal." Beim Erstellen eines Schnittmusters merkte ich aber schnell, dass es so einfach gar nicht war. Hier seht ihr meine Konstruktion für den Schnitt. Die Schwanzflosse musste ich noch um 10 cm verlängern, die Proportion war einfach nicht ok. Ich bin ganz begeistert, dass aus diesem dubiosen Gebilde tatsächlich mein niedlicher Luis wurde.
Gefüllt habe ich meinen Luis mit Füllwatte und ganzen 2,5 kg Split und Kies, welches ich in einer Plastiktüte in den Bauch des Wals gepackt habe. In der Schwanzflosse befindet sich zusätzlich noch Aludraht.

Je öfter ich ihn mir ansehe, umso besser gefällt er mir! I´m in love with Luis ;-)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Hobbyimkern: bei den Bienen und meine Ausrüstung

Anfang des Jahres hatte ich schon von meinen Imkerambitionen und dem Anfängerkurs berichtet. Seither war ich fast jedes Wochenende auf dem Imkerplatz und habe viel gelernt. Die ganze Sache rund um das Thema "Bienen" fasziniert mich nach wie vor sehr. Nun wird es endlich Zeit, Euch ein paar Fotos zu zeigen.

Ich habe mir eine Imkerjacke und Handschuhe angeschafft. Das musste ich natürlich frei nach dem Motto "Pimp my Imkerjacke" etwas individualisieren. War doch klar, oder?  ;-) Mit Hilfe meines Plotters habe ich mir Bienenmotive angefertigt und aufgebügelt.

Dabei habe ich zum ersten Mal mehrfarbige Plotts ausprobiert. Hier waren die Handschuhe noch schön sauber. Mittlerweile sind sie vom Propolis ziemlich klebrig geworden.


Leider ist es mir auf dem Imkerplatz nicht möglich, Fotos zu machen, während ich direkt bei den Bienen beschäftigt bin. Beim letzten Mal habe ich einen netten Imkerkollegen gebeten, mit dem Handy ein paar Aufnahmen von mir zu machen, damit ich Euch endlich etwas zeigen kann.
Hier trenne ich mit dem Stockmeißel, dem wichtigsten Werkzeug eines Imkers (ich hab noch gar keinen eigenen...), die Waben vorsichtig voneinander, um sie entnehmen zu können.

Wir haben durch Ablegerbildung neue Bienenvölker "gegründet" und kontrollieren wöchentlich, ob alles so läuft, wie es soll. Also ob die Königin brav Eier legt, Brut erkennbar ist, genügend Futter vorhanden ist, Honig produziert wird usw.
Übrigens: Ich wurde noch nicht ein einziges Mal dabei gestochen!!!! Unglaublich, oder? Darüber bin ich wirklich sehr froh und wünsche mir, das noch lange behaupten zu können!
verlinkt beim Creadienstag

Dienstag, 23. Mai 2017

Ein Wenn-Ordner als Geschenk zum 70. Geburtstag

Mein Schwiegervater feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag. Natürlich wollten die Kinder ihrem Opa selber auch etwas Besonderes schenken. Bei Pinterest sind mir in letzter Zeit häufig "Wenn-Bücher" über den Weg gelaufen und ich dachte mir, so etwas in der Art könnten sie auch hinbekommen.
Allerdings habe ich mich für einen Ordner statt einem Buch entschieden, weil der Inhalt doch relativ dick ist. Die Vorderseite habe ich mit Hilfe meines Plotters und Vinylfolie gestaltet und die einzelnen Blätter waren dann das Werk der Kinder. Ich finde, man darf das den Seiten auch ruhig ansehen, dass sie von Kinderhand gemacht wurden und ein Erstklässler beteiligt war, der gerade eben erst schreiben gelernt hat. Perfektion spielt in diesem Fall absolut keine Rolle.

Ich hab nur ein paar Beispiele fotografiert. Der Ordner war prall gefüllt. Wenn ihr dazu noch mehr Ideen sucht, schaut einfach bei Pinterest rein. Die Möglichkeiten sind riesig.